Südhang Archiv

I-2021


Vorwort
3
von Christoph Hille


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Ein neues Jahr hat vor wenigen Tagen begonnen, leiser als sonst ist es gekommen und wohl selten zuvor ist es mit einem solch klar formulierten Wunsch bedacht worden: Endlich Schluss mit dieser Pandemie, diesen Einschränkungen, dieser Angst und Angstmache.

Eines der Bücher aus unserem Verlag trägt den Titel „Die Ungewissheit ist schlimmer als die traurigste Wahrheit“ und ist einem Brief entnommen, der 1947 an Pater Bänsch gerichtet wurde. Auch wenn die jeweiligen Ursachen grundverschieden sind – in der Wahrnehmung der Situation wünschen sich auch heute viele Menschen endlich wieder eine Perspektive, für die Arbeit, die Schule, den Kindergarten: das Leben. Ob und wann es in diesem Jahr wieder eine Normalität geben wird – keiner kann das voraussagen.

Eine Freundin schrieb in einem Text „Das Motto von 2020 lautete für uns im Nachhinein: Das große Loslassen. Es scheint, die Welt hat sich um 180 Grad gedreht, was vor einem Jahr noch vollkommen normal war, ist heute unvorstellbar geworden. Und hätte uns im letzten Jahr jemand um diese Zeit gesagt, wie es uns heute ergehen wird, hätten wir ihn für verrückt erklärt.“

Loslassen. Ja. Die Fragen nach dem „Warum?“ und „Wie weiter?“ müssen von uns allen beantwortet werden. Loslassen heißt auch oft, Verluste eingestehen zu müssen. Wenn uns geliebte Menschen verlassen, bleiben Lücken. Wenn diese Lücken neu geschlossen werden, verblasst oft die Erinnerung. An uns liegt es, das Bewahrenswerte in der Erinnerung und in unserem Handeln und Tun fortzuführen und ihm Gestalt zu verleihen.

Vor zehn Jahren starb unser langjähriger Autor Dr. Michael Feller. An ihn möchten wir erinnern mit einem seiner Texte, den er einem fast vergessenen Dresdner Dichter gewidmet hat. Auch von lebenden Literaten finden Sie in diesem „Südhang“ zwei Beiträge.

Die Rubrik Termine erscheint diesmal stark verkürzt und steht wie so vieles unter Vorbehalt. Ob man die seit gestern geltenden 15 Kilometer Radius ab Wohnungstür oder Stadtgrenze rechnet – in unserer näheren Umgebung gibt es jede Menge zu erleben und vielleicht haben Sie ja auch Lust, sich an der Suche nach dem Vogel des Jahres 2021 zu beteiligen. Ich kann Sie dazu nur ermutigen. Vielleicht nutzen Sie die kommenden Wochen auch einmal, um zu überprüfen, inwieweit „das Übermaß an materieller Orientierung, falschen Idealen und Idolen und das wettkampfartige Besser-Sein-Wollen als der andere“ (Zitat G. Richter-Világosi) für Sie zutreffend sein könnte und wenn ja, lassen Sie los.

Kurz vor Weihnachten wurden in aller Stille weitere fünf Obstbäume auf der Mockritzer Streuobstwiese gepflanzt. Ein Zeichen dafür, dass es weitergeht und dass die Hoffnung auf bessere, normale Zeiten uns allen erhalten bleibt.

Erinnerung
Martin Raschke – tot und vergessen?
4–5
von Dr. Michael Feller (†)
Literatur
Als die Zeit stillzustehen schien …
6
von Peter Meis
Literatur
Hexenlinde – Lyrisches und Vertontes
7
von Rainer Baumgärtel
Geschichte
Kurze Chronik von Druckerei & Verlag Fabian Hille (Teil 3)
8–11
von Christoph Hille
Geschichte
Bäuerliche Hausinschriften in den Dörfern zwischen Dresden und Dohna (Teil 2)
12–14
von Dr. Mario Janello
Wandertipp
Stadtwanderung Pirna – Winterlich wandern
15–17
von Dr. Jürgen Schmeißer
Natur
Wer wird Vogel des Jahres 2021? Entscheiden Sie mit!
18–19
von NABU e. V.
Naturheilkunde
Neue Gewohnheiten im neuen Jahr – Gesundheit für Körper und Seele
20–21
von Gabriele Richter-Világosi
Ratgeber Garten
Tipps aus dem KGV „Mockritz“ e. V.: Gartentipps für Januar und Februar
22–23
von Jens Rösler
Unterhaltung
Kreuzworträtsel
24
von Rainer Baumgärtel
Ratgeber Mietrecht
Informationen vom Mieterverein zum Thema Beruf und Wohnung
25
von Mieterverein Dresden und Umgebung e. V.
Termine, Termine, Termine
Freizeitangebote
26–27