Verlag

Taschenbücher (Paperbacks), Hardcover (auf Anfrage), Broschüren, Zeit­schriften, Chroniken, Bücher und Kalender werden verlegerisch betreut und herausgegeben. Wir sind kein Zuschußverlag, sind Mitglied im  Börsenverein und arbeiten auf der Basis der von ihm vorgegebenen Vertragsmodalitäten.
Unsere MVB-Mitgliedsnummer lautet 69556, unsere Verkehrsnummer ist die 11326.

Schwer­punkte im Verlagsgeschäft setzen wir im regionalen Bereich (Stadt- und Landesgeschichte),
im Sachbuch (besonders Politik, Zeitgeschichte und Religion) sowie im Bereich Belletristik.

Edition fracturae

Das Jahr 1989 war für die Menschen in der bis zum 3. Oktober 1990 noch fortbestehenden DDR ein gravierender Einschnitt in ihr gesamtes bisheriges Leben.
Fast von einem Tag auf den anderen veränderten sich nicht nur gesetzliche Bestimmungen; auch die bisherige Arbeitswelt wurde radikal verändert und bedeutete in der Konsequenz für viele den Verlust nicht nur ihres Arbeitsplatzes, sondern auch den Verlust gesellschaftlicher Positionen und den Abschied von einem mehr oder weniger angepassten Leben im real existierenden Sozialismus.
Lebensentwürfe und Lebenswege wurden teilweise radikal in Frage gestellt.
Fast 30 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland kann durchaus eine Bilanz des gesellschaftlichen Umbruchs gezogen werden, die in einigen Bereichen vermehrt Defizite zutage treten lässt. Das betrifft neben dem Bildungssystem vor allem den spürbaren Verlust an Kommunikation der Menschen untereinander und damit verbunden leider auch eine spürbare Abkehr vom Gemeinwohl.
Brüche haben sowohl in der Medizin wie in der Biografie des Einzelnen ganz unterschiedliche Auswirkungen. Wie sind Menschen in den letzten Jahren mit dieser Erfahrung umgegangen, wie schlägt sich die Auseinandersetzung mit diesen, immer wieder eine Neuorientierung voraussetzenden täglichen Herausforderungen literarisch nieder?

In dieser edition fracturae sollen Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die dieser Problematik in ihren Texten nachgehen.

Nach dem ersten Titel in dieser Edition, "Fluchtpunkte" von Susanne Steinbrecher, erscheint Mitte November der zweite Band mit dem Titel "Nach uns das Nichts" aus dem Nachlass des 2015 verstorbenen Peter Krone.

 

 

 

 

Neuheiten aus dem Verlag

(D5a) Der Dresdner Pulvermühlenpark

Artikel-Nr.: ISBN 9783947654000


und sein dunkles Geheimnis

von Wolfgang Müller

 

 

Preis: 13,90 EUR
(inkl. 0,91 EUR MwSt., zzgl. Versand)


„Wie Phönix aus der Asche entstiegen“, so könnte man wohl etwas überschwänglich die Entstehung unseres Dresdner Pulvermühlenparkes beschreiben. Gut, auch wenn das etwas übertrieben klingt, ein bisschen Wahrheit steckt da schon drin. Geht doch diese uralte Redewendung auf etwas zurück, was man verloren geglaubt hatte, aber plötzlich wieder in neuem Glanz erscheint. Das mit dem Glanz lassen wir mal beiseite, denn der neue Park im Dresdner Ortsteil Löbtau ist zwar wirklich aus der Asche entstanden, sah aber anfangs überhaupt nicht glänzend aus. Denn zwischen den Jahren 2007 und 2012 wurde hier containerweise braune Asche sowie Haus- und Wirtschaftsmüll von fleißigen Händen ergraben und erschaufelt,- egal wie man es nennt, eine Schufterei war es schon. Und alles sah erstmal braun aus. Und warum die viele Mühe, was kam dabei heraus? - Ein Dresdner Bürgerpark, der wohl Seinesgleichen sucht. Ein Park mit Jahrhunderte
alter Geschichte, kleinen interessanten Geheimnissen, aber auch tragischen Ereignissen und menschlichen Tragödien.
All das hat der Autor versucht, in verständlicher, lockerer Art, dem Leser darzustellen.
Und so hat es begonnen: Unsere Stadt wollte auf dem seit Jahrzehnten brachliegenden Gelände am Ebertplatz, nahe der Weißeritz, einen Bürgerpark anlegen. Also genau an der Stelle, an der vor fast 450 Jahren eine Wassermühle, genauer gesagt, eine Pulvermühle errichtet wurde, deren Aufgabe es war, Schwarzpulver, also Schießpulver für das Militär herzustellen. Und weil die jeweils herrschenden Fürsten pompöse Feuerwerke so sehr liebten, wurde in dieser Mühle auch dafür gesorgt. Nicht immer hat sie das schadlos überstanden. In all den Jahren ihrer Tätigkeit flog sie acht mal in die Luft und riss damit viele Menschenleben in den Tod. Auch darüber berichtet dieses Buch.
Wo aber kam das Wasser für diese Mühle her? Natürlich von der Weißeritz, über einen langen Graben, der aber nicht nur für unsere Mühle zuständig war, sondern auf seinem Weg zur Elbe noch viele weitere Mühlen zu bedienen hatte. 1937 war aber Schluss damit. Der Weißeritzmühlgraben wurde zugeschüttet, mit eben dieser Asche und sehr viel Schutt. Aber lesen Sie selbst.

Viel Freude dabei wünscht Wolfgang Müller