Verlag

Taschenbücher (Paperbacks), Hardcover (auf Anfrage), Broschüren, Zeit­schriften, Chroniken, Bücher und Kalender werden verlegerisch betreut und herausgegeben. Wir sind kein Zuschußverlag, sind Mitglied im  Börsenverein und arbeiten auf der Basis der von ihm vorgegebenen Vertragsmodalitäten.
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Schwer­punkte im Verlagsgeschäft setzen wir im regionalen Bereich (Stadt- und Landesgeschichte),
im Sachbuch (besonders Politik, Zeitgeschichte und Religion) sowie im Bereich Belletristik.

Edition fracturae

Das Jahr 1989 war für die Menschen in der bis zum 3. Oktober 1990 noch fortbestehenden DDR ein gravierender Einschnitt in ihr gesamtes bisheriges Leben.
Fast von einem Tag auf den anderen veränderten sich nicht nur gesetzliche Bestimmungen; auch die bisherige Arbeitswelt wurde radikal verändert und bedeutete in der Konsequenz für viele den Verlust nicht nur ihres Arbeitsplatzes, sondern auch den Verlust gesellschaftlicher Positionen und den Abschied von einem mehr oder weniger angepassten Leben im real existierenden Sozialismus.
Lebensentwürfe und Lebenswege wurden teilweise radikal in Frage gestellt.
Fast 30 Jahre nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland kann durchaus eine Bilanz des gesellschaftlichen Umbruchs gezogen werden, die in einigen Bereichen vermehrt Defizite zutage treten lässt. Das betrifft neben dem Bildungssystem vor allem den spürbaren Verlust an Kommunikation der Menschen untereinander und damit verbunden leider auch eine spürbare Abkehr vom Gemeinwohl.
Brüche haben sowohl in der Medizin wie in der Biografie des Einzelnen ganz unterschiedliche Auswirkungen. Wie sind Menschen in den letzten Jahren mit dieser Erfahrung umgegangen, wie schlägt sich die Auseinandersetzung mit diesen, immer wieder eine Neuorientierung voraussetzenden täglichen Herausforderungen literarisch nieder?

In dieser edition fracturae sollen Autorinnen und Autoren zu Wort kommen, die dieser Problematik in ihren Texten nachgehen.

Nach dem ersten Titel in dieser Edition, "Fluchtpunkte" von Susanne Steinbrecher, erscheint Mitte November der zweite Band mit dem Titel "Nach uns das Nichts" aus dem Nachlass des 2015 verstorbenen Peter Krone.

 

 

 

 

Neuheiten aus dem Verlag

(S14) LEBEN in vier REICHEN

Artikel-Nr.: ISBN 9783939025962


von Günter Hofmann

Das Buch im Format 14,8 cm x 21,0 cm, Paperback, verfügt über 360 Seiten.

 

Heutige Rezension in der Sächsischen Zeitung

Montag, 29.01.2018

Freitaler Ex-Kreisrat mit neuem Buch

„Leben in vier Reichen“ heißt das neue Werk von Günter Hofmann. Darin schreibt er auch über den Verkauf des Klinikums.

Von Tobias Winzer

Günter Hofmann war von 1990 bis 1999 als Kommunalpolitiker in Freital aktiv.
Bislang hat er fünf Bücher veröffentlicht.

Freital. Auch mit 77 Jahren bleibt Günter Hofmann als Buchautor äußerst produktiv. Der Mann, der von 1972 bis 1993 Vorsteher der Lutherkirchgemeinde in Freital-Döhlen war und ab 1990 für die CDU zunächst im Kreistag in Freital und später im Kreistag des Weißeritzkreises saß, hat ein neues Buch veröffentlicht. Unter dem Titel „Leben in vier Reichen“ beschreibt er seine Erlebnisse im Deutschen Reich, in der Sowjetischen Besatzungszone, der DDR und im wiedervereinigten Deutschland. Es ist im Dresdner Verlag Fabian Hille erschienen.

„Das Buch enthält neben ganz persönlichen Erlebnissen frühester Kindheit, der Lehrzeit, des Studiums, des Arbeitslebens in 40 Jahren der DDR auch eine ganze Reihe selbst gemachter Erfahrungen meiner kommunalpolitischen Tätigkeit von 1990 bis 1999“, so Hofmann. Unter anderem schreibt er über den Aufbau des Beruflichen Schulzentrums in Freital, er beschreibt, wie problematisch der Verkauf des Senioren- und Pflegeheimes in Freital, heute Bodelschwingh-Heim, sich gestaltete und welche Schwierigkeiten der Verkauf des Freitaler Krankenhaus auf politischer Ebene bereitete.

Hofmann wurde 1940 im Vogtland geboren und lebt heute in Dresden. Er mischt sich bewahrend und auch kritisch in die Geschichtsaufarbeitung des 20. Jahrhunderts ein. So schrieb Hofmann bislang fünf Bücher, unter anderem über die Prager Flüchtlingszüge 1989 und über Flucht und Vertreibung vor 70 Jahren.

Preis: 13,80 EUR
(inkl. 0,90 EUR MwSt., zzgl. Versand)


Das 20. Jahrhundert

Es war für Deutschland ein Leben in und mit sechs „Reichen“. Mein Vater, der 1907 geboren wurde und 1995 starb, erlebte sechs „Reiche“ – noch elf Jahre des Kaiserreiches, 15 Jahre Weimarer Republik, zwölf Jahre das deutsche / großdeutsche Reich, fünf Jahre Sowjetische Besatzungszone, 40 Jahre DDR und fünf Jahre Bundesrepublik Deutschland.
Meine Erinnerungen und Erfahrungen beziehen sich auf mein Erlebtes in vier „Reichen“: die Zeit des endenden Großdeutschen Reiches, die Sowjetische Besatzungszone, die DDR und die Bundesrepublik Deutschland.
Es ist ein Zeitabschnitt mit vier sehr unterschiedlichen Gesellschaftsstrukturen.
Es sind fast fünf Jahre von meiner Geburt 1940 im Großdeutschen Reich bis zu dessen Ende im Frühjahr 1945. Es folgen fünf Nachkriegsjahre 1945 bis 1949 in der Sowjetischen Besatzungszone SBZ, ihnen folgen vier Jahrzehnte bis 1990 in der DDR, und nun lebe ich bereits fast 27 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung in der Bundesrepublik Deutschland.

Günter Hofmann