Aktuelle „Südhang“-Ausgabe

VI-2021


Vorwort
3
von Christoph Hille


Liebe Leserinnen, liebe Leser!

In diesen Tagen haben wir wieder einmal das Reformationsgedenken gefeiert. Die von Martin Luther beförderte Reformation der katholischen Kirche endete in einer Spaltung derselben, an der sich bis heute nichts geändert hat. Inzwischen führen reformatorische Ansätze in der Politik, in der Wirtschaft, im Steuersystem oder im Gesundheitswesen, um nur wenige Bereiche zu nennen, fast unweigerlich zu einer Spaltung der Meinungen und leider wird dabei oft schon im Ansatz der Keim für eine wirkliche Reform erstickt. Es scheint dann für die Öffentlichkeit nur noch „die Guten“ zu geben, die eher dem linksgerichteten, progressiven Teil der Gesellschaft zuzurechnen sind und „die Bösen“, die als rechts, als Verschwörungstheoretiker und Populisten längst überwundene Standpunkte vertreten. Dabei spielen unsere Medien, allen voran die öffentlich-rechtlichen, eine äußerst tragische Rolle, da die Einseitigkeit ihrer Berichterstattung kaum noch zu übersehen ist. Ihre Aufgabe wäre es, gerade in Zeiten einer steigenden Inflation, steigender Energiepreise und einer wachsenden Angst unter der Bevölkerung vor Corona und einer nicht mehr beherrschbaren Klimaveränderung die angstfreie, ergebnisoffene Debatte, den auf Augenhöhe geführten Dialog der Wissenschaftler, Politiker, Mediziner, Historiker und Philosophen zu organisieren und zu exerzieren. Stattdessen überall Ausgrenzung, Abgrenzung und Stigmatisierung.

Mattuschek beschreibt es so: „Scheitern, wieder scheitern, besser scheitern.“ Mit dieser Formel aus Becketts „Warten auf Godot“ lässt sich gerade gut das geistige Klima unserer Zeit einfangen. Geht es nur mir so oder herrscht gerade eine besonders große Lust daran, der alten Welt beim Einsturz zuzusehen?

Wie kommen wir wieder zu einem gesellschaftlichen Grundkonsens in der Frage, wie wir leben wollen?  Wie wir nicht leben wollen, wissen wir. Die Schreckensszenarien kennen wir aus der Literatur, aus Filmen. Wenn wir die drohenden Klimaveränderungen ernst nehmen, dann sollte es uns doch gelingen, eigene Wege, wie zum Beispiel den Erhalt der für eine Großstadt wichtigen Kaltluftentstehungsgebiete, den Erhalt oder die Neupflanzung von Bäumen gegen die weitere Versiegelung des Bodens zu organisieren – zu unserer alltäglichen Lebensqualität und der unserer Nachkommen. In Dresden gibt es keine Wohnungsnot und die Innenstadt weist nach wie vor große Flächen ehemals bebauten Landes aus. Wer sich die im Heft vorgestellte Wanderung durch Johannstadt zu eigen macht, wird das selbst feststellen können.

Wir danken allen Leserinnen und Lesern, die dem „Südhang“ nun schon 24 Jahre die Treue halten und wünschen ihnen und allen neu Dazugekommenen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes, lebenswertes Neues Jahr!

Rückblick
Letzte Konzerte der Saison im Schloss Nickern
4–5
von Kerstin Groschupf, Irmela Werner und T. H.
Aktuell
Die Bürgerinitiative Mockritz informiert
6
von Christoph Hille
Bildung
Neues im Wintersemester 2021/2022 in der Seniorenakademie
7
von Gudrun Buhrig
Weihnachtszeit
Herrnhut und die Advents- und Weihnachtssterne
8–9
von Doz. Dr. med. habil. Dietrich Wirth
Geschichte
Mein Zschertnitz – Erinnerungen
10–15
von Ruth Meinert
Wandertipp
Johannstadt – Mehr als IW66/67-Platte
16–19
von Dr. Jürgen Schmeißer
Naturheilkunde
Gesundheits-Mythen auf der Spur
20–21
von Gabriele Richter-Világosi
Ratgeber Garten
Gartenarbeiten im Winter – Tipps für Garten und Balkon
22–23
von Jens Rösler
Unterhaltung
Kreuzworträtsel
24
von Rainer Baumgärtel
Ratgeber Mietrecht
Informationen vom Mieterverein zum Thema Tod des Mieters
25
von Mieterverein Dresden und Umgebung e. V.
Ratgeber Finanzierungen
Die Baufinanzierung – Teil 1: Fördermöglichkeiten
26–27
von Christoph Hille im Interview mit Steffen Ulbricht und Michael Penski von FIMAVO
Termine, Termine, Termine …
Freizeitangebote und Veranstaltungen
28–31